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Toscana / 29. August 2010 - 10. September 2010

Von Zaniglas via Simplon sind wir am Sonntag den 29. August 2010 zu unserer ersten Reise mit nordy in Richtung Toscana gestartet. Aufgrund der Grosswetterlage haben wir uns für die Toscana entschieden und nicht wie von meinem Schatz geplant für die Normandie/Bretagne.

Die ersten Kilometer mit nordy haben wir nach Salo im Westen vom Gardasee gemacht - via Gondo am Simplon, Lago Maggiore, Bergamo, Brescia sind wir zum Gardasee gefahren. Beim geplanten Campingplatz Weekend in Salo waren wir für eine Nacht nicht willkommen! Beim Campingplatz Eden im gleichen Ort waren wir für eine Nacht willkommen. Wir wollen in die Toscana und nicht Ferien am Gardasee machen!

Campingplatz Eden in Salo/Gardasee

Am Morgen sind wir vom Gardasee wieder in Richtung Brescia und danach via Autobahn in Richtung Cremona, Parma und Reggio Emilia gefahren. Mittels Navigationsgerät haben wir schliesslich bei San Polo d’Enza die nördliche Toscana erreicht. Kurz nach San Polo d’Enza sind wir bei Vico auf eine sehr schmale Strasse abgebogen und in die ersten toscanischen Voralpen bis Casina gefahren. Einmalig grüne Landschaften haben wir in den folgenden Kilometern via Castelnovo ne‘Monti und dem Passo de Cerreto und einer der toscanischen Weinstrasse (Strasse Nr. 63) erlebt. Weiter ging es südlich in Richtung Fivizzano, Castelnuovo di Garf. und Lucca nach Pisa. Es war bereits nach 19 Uhr als wir mit vielen Eindrücken in Pisa beim Campingplatz Torre Pendente eintraffen.

Wir beide waren noch nie in Pisa – der Campingplatz Torre Pendente ist ideal gelegen und nach ca. 10 Minuten Fussmarsch erreicht man den Dom und den schiefen Turm.

er ist wirklich schief …………….

Von Pisa sind wir am Mittwoch nach Piombino und mit der Fähre nach Rio Marina auf der Insel Elba gefahren. Ab Livorno hat Anita zum ersten Mal das Steuer von nordy übernommen und ist bis vor Piombino gefahren. Vom Porto Rio Marina auf Elba sind wir in südlicher Richtung zur Ortschaft Lacona und Campingplatz Stella Mare gefahren. Der Platz ist terassenartig angelegt, sehr weitläufig und liegt am Rande einer sehr schönen Bucht. Wir hatten super Wetter, einen wunderschönen Sandstrand und das Meer hatte die Wassertemperatur, welche unser Ferienfreund Turi wirklich liebt …………..

Sonnenuntergang in Lacona/Elba

Seit dem ersten Reisetag zum Gardasee "kämpfte" Chäsi mit der Technik der eingebauten SAT-Anlage. Der Zugang zum Internet hat in der Schweiz einwandfrei funktioniert, geht leider jetzt auf der ersten Reise schon nicht mehr! Beim Versuch die Probleme mit dem SAT-Modem für das Internet zu lösen hat Chäsi leider eine Sicherung vom TV „geschleisst“ – ein Tag ohne TV, wir haben es überlebt – nach Rücksprache mit dem Werk la Strada in Frankfurt, kennt Chäsi nun alle möglichen sowie unmöglichen Standorte und Positionen der Sicherungen in unserem Nova! Der TV geht am Donnerstagabend wieder, aber aufs Internet müssen wir weiterhin verzichten bzw. der Internetzugang über SAT muss in der Schweiz repariert werden.

unsere Route durch die Toscana 

Von Campingplatz Stella Mare in Lacona auf Elba haben wir eine grüne Inselrundfahrt bis Portoferraio gemacht. Die Fähre Toremar hat uns zurück nach Piombino gebracht. Danach sind wir über Follonica und Grosetto nach Porta Ercole gefahren. Auf dem Stellplatz La Minerva in der Nähe von Porto Ercole, haben wir die Nacht von Freitag auf Samstag verbracht - der Stellplatz kostete 20 € und ist nicht wirklich empfehlenswert. Er liegt direkt an einer gut befahrenen Hauptstrasse und hat sehr schlechte sanitäre Einrichtungen.  

Von Porto Ercole sind wir auf der Via Aurelia weiter in Richtung Rom bis nach Montaldo in der Region Lazio und auf der Strada Statale Catresse zum Lago di Bolsena gefahren. Auf der Fahrt zu den Termen von Saturnia sind wir durch das Ortschaft Pitigliano gefahren. Anita hat die ersten Spitzkehren in Pitigliano erfolgreich hinter sich gebracht. Das nächste Foto ist unmittelbar nach dem Ort Pitigliano entstanden – einmalig schön der Süden der Toscana.

bei Pitigliano

Weiter ging es auf der Strada Regionale Maremmana bis Montemerano und danach rechts ab zu den warmen Termen von Saturnia – im gut eingerichteten Stellplatz L’Alveare del Pinzi (16 €/Tag, inkl. Busservice zu den Termen und zum 2km entfernten Saturnia) waren wir bis Montagmorgen und konnten die Terme di Saturnia geniessen und ausspannen. Das erfrischende und wärmende Bad in den Termen kostet auch im Jahr 2010 noch nichts!

Stellplatz L’Alveare del Pinzi

Terme di Saturnia

Im Stellplatz L’Alveare del Pinzi haben wir den Karl und die Monika vom Gardasee kennengelernt. Die beiden fahren seit 20 Jahren in die Toscana und haben uns den einen und anderen guten Tipp für unsere zukünftigen Reisen gegeben. Ihr rot/silbener Detleffs hat sich übrigens sehr gut neben unserem roten la strada gemacht. Falls wir in der Nähe vom Gardasee sind und die beiden nicht auf Reisen sind, melden wir uns bei den beiden.

Am Montagnachmittag sind wir am ersten Zielort der 2ten Ferienwoche in Siena eingetroffen. Das Navi vom Reisemobil hat uns ohne Umwege zum Campingplatz Colleverde in der City von Siena geführt. Ein schöner und gepflegter Campingplatz mit sehr guten sanitären Einrichtungen in der Nähe vom Zentrum. Mit dem Bus sind wir am Dienstagmorgen zur Stadtbesichtigung ins Zentrum von Siena gefahren. Für viele ist Sienas muschelförmige Piazza del Campo der schönste Platz Italiens. Der Duomo Santa Maria ist ebenfalls einer der Höhepunkte unserer Rundreise durch die nördliche, westliche und südliche Toscana. Der Dom und auch der muschelförmige Stadtplatz von Siena sind wirklich einmalig schön und einen weiterer Besuch von Siena mit nordy wird nach unserer Pension sicher folgen.

Dom Santa Maria in Siena

Kurz vor Dienstagmittag sind wir von Siena in Richtung Volterra und San Gimignano abgefahren. Volterra ist ein kleiner und schöner Ort. Nach der Besichtigung von Volterra sind wir via Castel San Gimignano zum Stellplatz unterhalb von San Gimignano dem Manhattan der Toscana weitergefahren. Im Stellplatz bei San Gimignano haben wir nordy für die nächste Nacht parkiert und sind mit dem Shuttlebus vom Stellplatz in die Ortschaft gefahren. Während den folgenden Stunden konnten wir das Manhattan der Toscana mit seinen Türmen und die schöne Ortschaft San Gimignano besichtigen und uns auch ein Apero mit Weisswein und Bruschetto Misto genehmigen.

Manhattan der Toscana      zufrieden in San Gimignano

In die Gegend von Saturnia mit den warmen Termen, Siena und San Gimignano kommen wir sicher wieder. Die Landschaften der Toscana mit den Reben, den Olivenhainen und den Dörfern auf den Hügeln sind wirklich einmalig. Von San Gimignano sind wir nach Castelfiorentino, Empoli und Lucca gefahren. Auf unserer nächsten Reise in die Toscana müssen wir sicher auch in Lucca stoppen, weil die Stadt sehr sehenswert und alt ist.

Nach Lucca sind wir über die Autobahn in Richtung Viareggio und La Spezia in die Cinque Terre nach Levanto gefahren. Der Karl vom Gardasee hat uns empfohlen die Cinque Terre über Levanto anzufahren. Der Zugang über Levanto war ein guter Tipp …….. Die Cinque Terre ist ebenfalls sehr grün und auch eine weitere Reise wert. In Levanto an der ligurischen Küste ist das Meer nicht mehr ganz so warm wie auf der Insel Elba, aber die Landschaften sind auch sehr schön und die kleinen Dörfer kleben förmlich an den Hängen der Cinque Terre.


kleines Dorf in der Cinque Terre   Campingplatz Acqua Dolce in Levanto

Der Campingplatz Acqua Dolce in Levanto ist ein schöner terassenartiger jedoch sehr enger Platz in der Nähe vom Zentrum Levanto. Der Campinplatz hat aus unserer Sicht gute sanitäre Einrichtungen und ist, ausser dem Glockengebimmel der angrenzenden Kirche, sehr ruhig. Wir blieben 2 Tage in der Cinque Terre und danach mussten wir wieder zurück in die Schweiz.

Das Wetter könnte besser sein, aber solange kein Regen fällt und das Thermometer bei 20° ist, sind wir zufrieden und können die Natur geniessen. Angekommen sind wir am Mittwochnachmittag und für Donnerstag wollten wir entweder eine Bootsfahrt oder mit den Velos eine Tour in der Umgebung von Levanto machen. Weil keine Bootsfahrt angeboten wurde, haben wir die Velos gesattelt und sind zuerst einmal die Hauptstrasse gegen Bonassola hoch gefahren – war ein Chrampf – später haben wir festgestellt, dass ein schöner Radweg mit mehreren Tunneln direkt am Meer entlang nach Bonassola führt.

Bonassola in der Cinque Terre

Die Bucht von Levanto ist zudem ein Eldorado für die Wellensurfer aus nah und fern. Sehr viele Wellensurfer haben am Donnerstag auf die ideale Welle im Wasser gewartet. Unsere ersten Ferien mit nordy waren wirklich sehr schön. Einzig am 2ten Tag in der Cinque Terre hatten wir kühles und leicht regnerisches Wetter.

Der Treibstoffverbrauch von nordy - entgegen dem Bericht von promobil - hält sich ebenfalls mit 11-12 Liter pro 100km absolut in Grenzen. Das Fahrverhalten war jederzeit auch in engen Strassen einwandfrei. Geschlafen haben wir während den beiden Wochen immer nebeneinander und ohne gegenseitige Reklamationen im Hubbett. Einzig der nicht mehr funktionierende Internetzugang über Satellit hat den Chäsi in der ersten Ferienwoche ziemlich genervt - unseren ersten Bericht konnten wir dadurch erst nach der Rückkehr im Wallis in die Homepage laden.

Wie bereits erwähnt war dies unsere erste Reise in die Toscana und die Cinque Terre. Wir kommen sicher wieder …….

Übrigens: unterwegs haben wir an Schweizer Campern einiges gelesen - bei einem Zuger Camper in Siena stand das Motto "wir verleben das Erbe unserer Kinder" und dieses Zitat trifft absolut auch auf uns zu ...............