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Marokko / 6. Dezember 2016 - 16. März 2017

Am Samstag 17. Dezember 2017 verlassen wir Europa mit der Fährgesellschaft Africa Marokko Link in Algeciras nach Tanger Med. Wir fahren mit Nordy das zweite Mal nach Marokko und wollen im Süden dem grau in grau des heimischen kalten Winter’s entfliehen.

Wir fahren am 6. Dezember in der Bodmen ab und übernachten auf der 2200km langen Anreise nach Tarifa in Campingplätzen von Montpellier, Peniscola, Isla Plana und Torre del Mar. Im Camping Los Madriles in Isla Plana treffen wir den ehemaligen Arbeitskollegen Hansruedi. Am Freitag 16. Dezember treffen wir in Tarifa im Campingplatz Torre de la Pena ein, wo wir weitere Marokkofahrer treffen.

Die Einreise in Marokko war sehr mühsam und zeitintensiv und erst nach bald 4 Stunden geschafft. Wir fahren via Asilah, Meknes, Fes, Azrou, Meski zu den Sanddünen von Erg Chebbi in Marokko’s Süden in der Nähe der algerischen Grenze. Wir feiern erstmals Weihnachten in der Wüste und Mitfahrer Bernd meinte, dass Weihnachten hier in der Wüste eh viel authentischer sei als bei uns zuhause.

Unterwegs in Marokko treffen wir im Dezember im mittleren und hohen Atlas auf Schnee mit sehr kühlen Temperaturen und Frost. Auf der Passhöhe im mittleren Atlas auf etwa 2000müM misst Nordy -10 Grad. Die Heizung ist im Landesinnern während der Nacht im Dauerbetrieb, damit wir im Womo erträgliche Temperaturen haben. In diesem Winter sei in Marokko alles anders, erklären uns viele Marokkaner. Wir lernen daraus, dass der Winter auch im Süden von Europa und in Marokko sehr kalt sein kann. Während unserer Marokko Rundreise war es in Griechenland, in Istanbul, in Alicante und Denia auch sehr kalt und hat an den aufgeführten Orten auch geschneit! Verrücktes Wetter im Süden von Europa und in Afrika …..

  

In Marokko’s Süden und im Antiatlas besuchen wir auf unserer Rundreise Agdz und Zagora im Draa-Tal, die Todra- und die Dades-Schlucht, Foum Zguid, Tata, Amtoudi, Guelmim, Sidi Ifni und Mirleft, Tiznit, Tafraoute und Taroudant. Mit Zagora, Tata, Guelmim, Sidi Ifni/Mirleft, Tiznit und Taroudant haben wir im Süden weitere marokkanische Orte kennengelernt. Das Draa-Tal und die einsamen Hochebenen im Antiatlas waren auf dieser Rundreise die Höhepunkte.

Wir haben Nordy in Marokko wieder vollständig genutzt, d.h. die Dusche war nur während der Fahrt der Stauraum. Die WC-Kassette und die eigene Dusche haben wir auf Campingplätzen abseits der Atlantik-Küste regelmässig genutzt.

Unsere Rundreise mit Maroc Caravan endete am 20. Januar 2017 in Taghazout oberhalb von Agadir. Wir stoppen bis zum 12. Februar im Camping Terre d’Ocean und sammeln erste Erfahrungen mit «Überwintern im Süden». Überwintern kann man in Südspanien oder an der Atlantikküste in Marokko. Für Marokko spricht, dass die Lebenskosten für uns extrem tief sind. Die Campingplätze am Atlantik sind jedoch zu 85% mit Womolisten französischer Nationalität belegt – sind aber nette Leute. Schweizer treffen wir in Marokko nur sehr wenige. Die Temperaturen tagsüber und während der Nacht sind aus unserer Sicht bei den Standorten Marokko und Südspanien identisch. Fact für uns ist, dass wir auch in Südspanien überwintern könnten …. mal schauen, wenn wir nicht mehr Skifahren wollen und können.

Das Atlantiktief Pierre bringt ab Samstag 11. Februar viel Regen und starke Sturmwinde. Wir fahren am 12. Februar von Taghazout via Agadir, Marrakesh, Mohammedia nach Moulay Bousselham. Ein Kurzschluss mit Überspannung im Bastel-Stromnetz vom Camping International in Moulay Bousselham zerstört das interne Ladegerät der Aufbaubatterie und weitere elektronische Bauteile von Nordy. Damit wir die Reise nicht frühzeitig abbrechen müssen, möchten wir unterwegs ein 12V Ladegerät kaufen. Erst ganz im Norden von Marokko in Tanger können wir ein 12V Ladegerät kaufen und haben damit das gröbste Problem gelöst.

Unseren Marokko Aufenthalt schliessen wir in Chefchaouen ab und am Nachmittag vom 18. Februar fahren wir mit der Fähre zurück nach Algeciras. Unser nächster Fixtermin war Momprole in Portugal wo wir zum Abschluss eine Woche Ferien bei Heidi und Hans Jörg gemacht haben.